marcus dobberstein

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Ueber mich

Berater. Entwickler. Begleiter.

Ich verbinde 20 Jahre Erfahrung in Organisationsentwicklung mit tiefer theoretischer Fundierung und praktischer Wirksamkeit in Fuehrung, Verkauf, Verhandlung und Coaching.

Mein zentrales Thema: Wie KI Organisationen, Teams und Individuen veraendert — und wie Menschen dabei bewusst, muendig und wirksam bleiben.

Ich arbeite an der Schnittstelle von Organisationsentwicklung, menschlicher Entwicklung und KI-Transformation. Meine Einzigartigkeit liegt nicht in KI-Technologie allein, sondern in der Verbindung von Tiefenverstaendnis fuer menschliche Systeme mit praktischer KI-Kompetenz.

KI verstaerkt das Bewusstsein, das sie fuehrt. Die Zukunftsfrage ist nicht, wie maechtig die Technologie wird — sondern wie bewusst die Menschen bleiben, die sie fuehren.

An der Isar, April 2026

Im Gespräch

„Wir brauchen mehr Spürer."

Ein persönliches Gespräch über Introversion, Musik, KI-Nächte und die Frage, was bleibt.

Was können die wenigsten Menschen von dir wissen?

Dass ich ein zutiefst introvertierter, in mich gekehrter Mensch bin. Vielleicht auch etwas schüchtern — das glaubt mir keiner. Wer mich kennt von Trainings, Workshops und Keynotes, hat den Eindruck, dass ich sehr im Außen orientiert bin. In den Zeiten außerhalb meiner Arbeit bin ich aber sehr in mich gewandt, auf das Innere fokussiert. Ich denke, Innenwelt und Außenwelt sind wie gegenüberliegende Spiegel — zwei Seiten der Realität. Auf beide können wir Einfluss nehmen, von beiden Seiten können wir uns inspirieren und leiten lassen.

Du bist seit über 20 Jahren in der Organisationsentwicklung. Was hat dich ursprünglich in dieses Feld gezogen?

Hätte mir jemand zu Schulzeiten gesagt, dass ich in der Organisationsentwicklung lande, hätte ich ihn für verrückt erklärt. Mein größter Wunsch war, dass ich im künstlerischen Bereich, eher in der Musikproduktion, meine Heimat finde. Ich habe selber viel Musik gemacht und als Tontechniker gearbeitet. Auf unterschiedlichen Festivals, auf Tour mit Dave Brubeck zum Beispiel. Dass es dann anders kam, hatte viele Gründe. Ein Praktikum beim Radio, eine eher aus Verlegenheit geborene Idee, Betriebswirtschaft zu studieren. Da habe ich gemerkt, dass dieses Feld unglaublich spannend ist. Die Musik ist seitdem eher ein Hobby.

Was hat dich bewogen, den Schritt in Richtung KI zu machen?

Es war November 2022. Ich hatte irgendwo gelesen, dass ChatGPT auf dem Markt ist. Ich kam am Freitagabend nach Hause, war ganz alleine. Und ich habe einfach angefangen, mit dieser KI zu sprechen. Erst ein paar Fragen gestellt, dann mehr und mehr in den Dialog gekommen. Ich war schwer beeindruckt und habe das Ganze bis in die frühen Morgenstunden durchgemacht. Von zehn Uhr abends bis morgens um vier. Mein erstes KI-Hyperfokus-Erlebnis. Danach war mir klar, dass sich alles grundsätzlich ändern wird.

Was bedeutet Erfolg für dich — und hat sich das verändert?

Am Anfang war der Fokus ganz stark auf Zahlen, Daten, Fakten, KPIs. Ich erinnere mich an den Start meiner Selbständigkeit, wo ich sehr stark ein Quartalsergebnis im Fokus hatte. Das auch erreicht habe. Und dann fuhr ich am Freitag meinen Sohn zur Tagesmutter — und der hat mich gefragt: „Papa, wo wohnst du eigentlich?" An der Stelle war mir klar: Hier ist etwas aus der Balance geraten. Insofern hat sich verändert, dass der Erfolgsfaktor eher ist, ob man sich gut damit fühlt. Ob es einen auch innerlich nährt und bereichert. Und ob es meinem Umfeld gut tut.

Braucht die Welt mehr Macher oder mehr Denker?

Weder noch. Wir haben von beiden genug. Das einfache Denken wird die KI übernehmen. Das komplexe Denken wahrscheinlich auch bald. Das heißt: Das Wahrnehmen, das Spüren und das Fühlen wird wichtiger. Vielleicht auch die Intuition. Und das Bewusstsein darüber, wo wir als Menschen stehen, wo unser eigener Weg ist. Das kann man nicht nur übers Denken und übers Machen lösen, sondern ganz viel übers Erleben und übers Spüren. Ich glaube, wir brauchen mehr Spürer.

Hast du ein Ritual, das dir Kraft gibt?

Grundsätzlich ist es die Meditation oder ein Achtsamkeitsritual, das mich immer wieder dazu anhält, das, was im Außen passiert, im Inneren wahrzunehmen und zu spiegeln. Das versuche ich sehr oft zu machen, teilweise auch sehr intensiv. In kleineren Häppchen kann ich empfehlen: Nicht nur Obst snacken am Nachmittag, sondern auch Achtsamkeit snacken. Was wir übrigens auch im Team machen — dann nehmen wir uns am Anfang des Meetings fünf Minuten Zeit und gehen in uns rein. Oder eine Runde Stuhlyoga.

Was wissen die wenigsten über dich als Privatmensch?

Mein Privatleben halte ich relativ verdeckt. Viel in der Natur, viel in der Kontemplation, viel mit guten Freunden im guten Kontakt. Und ich fröne immer mal wieder einem ungewöhnlichen Hobby: Viele machen Fotos — ich mache gerne das Gleiche mit Naturklängen. Ich gehe mit meinem Aufnahmegerät in die Natur und nehme Vogelstimmen auf, Bachläufe, andere interessante Naturgeräusche. Das ist noch ein Überbleibsel aus meiner Tontechnikerzeit.

Was würdest du deinem 30-jährigen Ich heute raten?

Triff bessere Entscheidungen. Und hol dir bessere Berater. Und: Geh mal mehr ins Ausland.

Wo siehst du dich in fünf Jahren?

Vielleicht in einem Campingbus in Asturien. Vormittags ein bisschen arbeiten, nachmittags wandern in den Picos de Europa. Da wollte ich schon länger mal hin.

Was möchtest du hinterlassen?

Eine gute Schwingung und einen Haufen Energie auf sehr hoher Frequenz. Es muss auch Platz geben für neue Ideen. Wenn man sein Leben gelebt und geprägt hat, ist man froh, wenn es noch ein paar Echos gibt, die nachhallen. Aber diese Echos müssen dann auch zu neuer Musik geformt werden. Ich brauche kein Denkmal und keine Straße. Sondern hoffe einfach, dass ich viele so inspirieren konnte, dass sie von ihrer Seite die Welt zum Besseren entwickeln können.

Auszug aus dem persönlichen Langinterview — das vollständige Gespräch mit allen 34 Fragen erscheint demnächst.

Kontakt

Sprechen wir.

KI-Transformation erzeugt genau den Zustand, der KI-Transformation verhindert. Der Kreislauf muss bewusst unterbrochen werden. Nicht durch mehr Technologie. Durch mehr Bewusstsein.

— Aus der Arbeit an der Schnittstelle von Mensch und Maschine